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Bioethanol aus Zellulose

Bei der Erforschung von Alternativen zu den fossilen Energiequellen ist Honda mit dem japanischen Forschungsinstitut RITE (Research Institute of Innovative Technology for the Earth) eine Zusammenarbeit eingegangen. Das besteht in der Produktion von Bioethanol aus Zellulose.

Für eine sinnvollere Produktion von Bioethanol
Bioethanol wird durch Fermentation von Biomasse (wie beim Wein) und anschliessender Destillation erzeugt. In zahlreichen Ländern geschieht dies durch die Verarbeitung von Pflanzen, die auch der menschlichen Ernährung dienen, wie Zuckerrohr, Mais, Getreide, Zuckerrüben und anderen stark zuckerhaltigen Gewächsen. Da dies zunehmend mit Problemen verbunden ist, drängt sich die Notwendigkeit auf, den Alkohol aus Pflanzen oder Pflanzenteilen herzustellen, die nicht als Nahrungsmittel verwendet werden. Die Technologie ist bekannt, die Ausbeute war bisher jedoch noch unbefriedigend.

Eine effiziente Partnerschaft zwischen RITE und Honda
Die gemeinsamen Bestrebungen von Honda und RITE haben 2006 zu einem neuen Verfahren geführt. Dieses ermöglicht die Herstellung von Bioethanol aus Zellulose und Hemizellulose, die in den Zellwänden nicht essbarer Pflanzenteile gebildet wird (Stängel, Stroh, Abfälle aus der Holzverarbeitung) usw.). Das Verfahren von RITE und Honda erleichtert die Fermentation und erhöht markant die Effizienz der Umwandlung.
 
Eine Pilot-Fabrik für Ethanol aus Zellulose
Das RITE-Honda-Verfahren verläuft in folgenden Stufen:
• Vorbehandlung zur Absonderung der Zellulose
• Verzuckerung der Zellulose und der Hemizellulose
• Umwandlung des Zuckers in Ethanol durch Hinzufügung von durch RITE entwickelten Mikroorganismen,
   um die Wirkung von gärungshemmenden Substanzen zu reduzieren.
• Ethanolproduktion durch Destillation

Das nach diesem Verfahren hergestellte Bioethanol aus Zellulose, auch Bioethanol der 2. Generation genannt, eröffnet neue Perspektiven für den Ersatz fossiler Energiequellen. Es umgeht somit die Konkurrenzsituation zu den Nahrungspflanzen und wirkt einer Ausbeutung der Böden und erhöhtem Wasserverbrauch entgegen. Honda hat 2007 im japanischen Wako eine Pilotfabrik eingeweiht, wo der Automobilproduzent auch Grundlagenforschung zur praktischen Anwendung dieses Verfahrens betreibt.